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francoise hardy - Bravo 1965
Disco

In der Zeit von 1977 bis 1982 nahm Françoise fünf Langspielplatten mit dem libanesischen Komponisten, Orchesterleiter und Oscar-Gewinner Gabriel Yared (1993 - "Der englische Patient") auf - Grund genug, dieser Epoche ein besonderes Augenmerk zu schenken.

Die Zusammenarbeit Hardy-Yared gestaltete sich zuerst für beide schwierig: Françoise war mit der Komplexität seiner Arrangements nicht einverstanden; sie glaubte, ihre Stimme zu überfordern. Yared fand sie unnahbar und spröde. Aber er mochte das unverkennbare Timbre ihrer Stimme. Er spornte sie an, übernahm die Verantwortung für die LP "Star" (1977). Françoise erklärte sich damit einverstanden, denn neben der Musik hatte sie noch andere Interessen: Ihre Familie, sie ist Mutter eines damals 4jährigen Jungen, Thomas Dutronc, und sie hat ihr Studium der Astrologie und Psychologie begonnen.

Das Ergebnis der Zusammenarbeit ist unter eingefleischten Hardy-Fans umstritten. Die Songs sind eher untypische für Francoise: teilweise relativ rhythmisch, Pop mit jazziger Instrumentierung, die Texte leichtfüßiger, weniger romantisch.


In he years 1977 - 1982 FranÇoise recorded five long-playing records together with the Lebanese composer, orchestra director and winner of the American Award ("The English Patient" - 1993) Gabriel Yared.

The co-operation Hardy-Yared first seemed difficult for both of them; Francoise was not too happy with the complexity of the musical arrangements; she feared her voice to be overtrained. Yared found she was arrogant and prudish. But he liked the unique timbre of her voice. He incited her, took over the responsibility for their first lp "Star" (1977). Finally Francoise agreed; after all she had other interests besides making records: Her family, she was mother of a then four-year-old boy, Thomas Dutronc, and she had begun her studies of astrology and psychology.

Her inveterate fans considered the result of their co-operation quite controversial. The songs are rather untypical: pretty rhythmical, pop-music with jazzy instruments, the lyrics easier, less romantic.

Cover "Musique Saoule"

"Musique saoule", 1978
EMI Electrola LC 0542, LP

Beau Boeing belle Caravelle
Brouillard dans la rue Corvisart
Hallucinogene
J'ecoute de la musique saoule
Nous deux nous deux et rien d'autre
Occupe
Perdu d'avance (hardy)
Si je le retrouve un jour (jonasz/goldstein)
Swing au pressing (jonasz/goldstein)
Tip tap t'entends mes pas
Tu m'vois plus tu m'sens plus

Françoise sagt, dass sie ihr schwergefallen seien; sie distanzierte sie sich weitgehend von den Alben - trotz ihrer großer Erfolge. Sie seien eben doch ein wenig zu kommerziell geraten.

Mir persönlich gefallen einige Lieder daraus recht gut.

Gekonnt: Verzwickte Wortpuzzles und fragmentarische Reime, z. B. in "Ame s'trame drame" - Psychodrama - Melodrama - Kardiogramm (Text von Alain Goldstein). Oder: "Bosse Bossez Bossa" (Text: Michel Jonasz), wo schnippisch ein Bogen geschlagen wird von seinen Angewohnheiten "Tu as la bosse" - du hast's drauf - über "tu bosses" - du schuftest - zu ihren Wünsche - Bossa Nova (C'est ca la vie, non?). Mit Absicht verwirrend ist auch das disco-ähnliche "Jazzy retro satanas": Jazz-Stile werden als rückständig abgetan, während die neue Disco-Welle einen mit "High Energy" in Bewegung hält ("Ne viens pas ruiner mon feeling jazzy retro satanas ... je peux plus stopper ma machine jazzy retro satanas). Wieviel Teufelswerk wohl in diesem Disco-Sound steckt?

Bezaubernd: "Gin Tonic" - zwei einsame, fremde Menschen begegnen sich in einer Bar. Wer kennt diese Situation nicht? - Schließlich ein Dankeschön an alle, die sie kennen, die sie nicht kennt: "Chanson ouverte". Hinreißend: "Si c'est vraiment vraiment vrai, pourquoi ne le me dis-tu jamais que tu m'aimes vraiment vraiment fort, que je suis ta reine, ta sirène?" (Wenn's wirklich, wirklich stimmt, warum sagst du mir dann nicht, dass du mich ganz arg liebst, dass ich deine Königin bin, deine Sirene?"; (Text: Michel Jonasz)

* * * * *

Eine weitere Wende bahnte sich an mit der Platte "A Suivre" (Fortsetzung folgt). Häufiger als in den beiden vorherigen Platten griff Francoise wieder selbst zur Feder. Das Ergebnis: Hardy'sche Feinfühligkeit in den Texten, harmonisch kombiniert mit dem sensiblen Sound Yareds.

Cover "Gin Tonic"

"Gin Tonic", 1980
EMI Pathe 2C070-14869, LP

Ame s'trame drame
Bosse bossez bossa
Branche cassee
Chanson ouverte
Gin tonic
Jazzy retro satanas
Juke box
Minuit minuit
Que tu m'enterres
Seule comme une pomme
Si c'est vraiment vraiment vrai

"A Suivre", 1981
Flarenasch 723 623 WE 351, LP

A suivre
Ca m'suffit
Ca va comme ca
Coupure de courant
L'amour est plus fort
Plus personne
Reve de starlett
Incurablement sentimentale
Tamalou
Vert ouvert
Villegiature
Voyou voyou

"Quelqu'un qui s'en va", 1982
WEA filipacchi music 723 643 we 361, LP

C'est bien moi
Ces petits riens
En scope et stereo
L'aureole neon
Mazurka
Quelqu'un qui s'en va
Retour de nuit
Tabou
Tirez pas sur l'ambulance
Un deux trois chat